Kipppunkte – Heißzeit

Leserbriefe / 20.12.2019 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Klimawandel ist menschengemacht. Die Wissenschaft liefert als Beleg genügend Fakten. Die Folgen sind bekannt: Wetterextreme, Dürre, Wasserknappheit, Migration. Wenn wir die Treibhausgase nicht entschlossen bekämpfen, wird alles noch viel schlimmer werden. Ganze Systeme könnten „kippen“. Bei einem Kipppunkt treten Effekte ein, die nicht mehr umkehrbar sind. Als Kipppunkt gilt der Permafrostboden in Russland. Wenn die Dauerfrostböden auftauen, dann gelangen ca. 100 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre, und die Erde erhitzt sich unaufhaltsam weiter. Ein Risiko für ein weiteres Kippelement ist der starke Rückgang des Meereises. Die Arktis schmilzt, der Meeresspiegel steigt und steigt. Allein das Abschmelzen des grönländischen Eises könnte den Meeresspiegel um mindestens sieben Meter steigen lassen. Durch die globale Erwärmung sind die Gebirgsgletscher bedroht. Schmelzwasser lässt den Meeresspiegel zusätzlich steigen. Wir verlieren eine wichtige Trinkwasserressource. Als Kippelement gilt auch der Amazonas-Regenwald. Die Regenwälder sind stark vom Klimawandel betroffen. Dürren erhöhen die Baumsterblichkeit. Abholzungen und Brandrodungen stellen ein zusätzliches Risiko dar. Alle Kipppunkte beeinflussen einander, sind voneinander abhängig. Um die Klimakatastrophe zu verhindern, braucht es starke politische Maßnahmen. Wir brauchen schnelles Handeln, damit unsere Kinder eine Zukunft haben.

Manuela Bertsch, Ludesch