Tiertransporte

Leserbriefe / 13.01.2020 • 20:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Während der vergangenen Weihnachts- und Neujahrsfeiertage besuchten wir unter anderem ein gutbürgerliches Restaurant in Dornbirn, in dem wir schon seit vielen Jahren gerne zu Gast sind. Diesmal blieb uns die Neujahrsbegrüßung jedoch im Hals stecken, als uns als „Tagesempfehlung“ brasilianisches Rindersteak angeboten wurde. Meine Frage an die Vorarlberger Gastronomie: Wieso müssen unsere Vorarlberger Rinder und Kälber in Länder exportiert werden, wo sie nachweislich vor der Schlachtung gequält werden (Augen ausstechen, Sehnen zerschneiden, sodass sie nicht mehr aufstehen können), und dann wird südamerikanisches Rindfleisch importiert? Müssen unsere Tiere die furchtbaren Fahrten über Hunderte und mehr Kilometer über sich ergehen lassen, damit sie am Ende der Reise ein furchtbares Sterben erwartet? Ist es wirklich in Zeiten des Klimawandels notwendig, dass der Regenwald hektarweise abgefackelt wird, um mehr Weideflächen für Rinder und Anbauflächen für Soja zu erhalten? Hier geht es darum, den europäischen Markt mit diesen Produkten zu fluten. Die Qualität des einheimischen Fleisches ist hervorragend, und wegen ein paar selbsternannter Feinspitze Fleisch aus Argentinien, Krokodil­fleisch, woher auch immer, oder was auch immer anzubieten, ist heutzutage nicht nur dumm, sondern einfach unmoralisch.

Hella Huchler, Hohenems