Zivilgesellschaft –

Leserbriefe / 23.01.2020 • 19:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

aber wie?

Zum VN-Kommentar von Wolfgang Burtscher, vom 20. Jänner 2020, letzter Absatz:

Wie kann der Konflikt zwischen Regierenden und Zivilgesellschaft in geordnete Bahnen gelenkt werden? Ein Weg wäre der Ausbau der direkten Demokratie mit entsprechender Vorbereitung, an der es bei uns im Verhältnis zur Schweiz stark mangelt. Wenn der neue Landesrat Tittler bei Volksabstimmungen mit Fakten arbeiten will, statt mit Emotionen, wie er in einem Interview sagte, dann ist das ein frommer Wunsch. Die Zivilgesellschaft arbeitet gern mit Emotionen. Ja, die direkte Demokratie und besonders die Zivilgesellschaften (NGOs) mobilisieren mit Werbung, Entrüstung und Emotionen, die Sapikratie mit Verstand. Demonstrieren und Gegendemonstrieren ist in Mode gekommen, nicht nur seit dem „Arabischen Frühling“ in Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien, Ukraine, Türkei, Hongkong, Frankreich, Venezuela, Bolivien, Chile, Deutschland, FFF und ??? – Aber führen diese geschürten und emotionalen Exzesse und Regime-Changes zum Besseren? Wäre es nicht sinnvoller, den Verstand walten zu lassen und rücksichtsvoll füreinander, statt gegeneinander zu arbeiten? Dazu müssten sich die besorgten Regierenden halt zu einem Paradigmenwechsel von Demokratie zu Sapikratie durchringen. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung für eine friedvollere Zukunft.

Alfred Lexer,
Hard