Möglichkeiten für

Leserbriefe / 26.01.2020 • 18:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

die Zukunft

Erstens: Wir tun so weiter wie bisher, und unsere Nachkommen werden die nächste Jahrhundertwende wahrscheinlich nicht mehr erleben. Dafür haben die Rechtspopulisten und Konservativen die Genugtuung, die gegenwärtigen Profite einiger weniger ins Unhaltbare gerettet zu haben. Zweitens: Wir verzichten auf Bequemlichkeit, leben spartanisch, frieren und verlieren die Arbeit. Wir vegetieren wie in vorindustriellen Zeiten dahin. Die Genugtuung für Grüne und Rote: Man hat es den ach so bevorzugten Männern, motorisierten Umweltverschmutzern, Ausbeutern und Raffgierigen ordentlich gezeigt. Dafür existiert die Menschheit immerhin noch. Ob es zu Silvester 2099 dann viel zu feiern geben wird, sei allerdings dahingestellt. Drittens: Grünes Licht für Wasserstoff und ein Aus für Atom-, Gen- und andere Massenvernichtungstechnologien. Da gäbe es dann riesige Solaranlagen, saubere Batterien, Wärmepumpen, Wasserkraftwerke und Windmühlen, wo man nur hinschaut. Dafür stinkt es nicht mehr so entsetzlich wie heute. Es würde vorerst mehr Arbeit ohne Vergeudung teurer Ressourcen geben und somit viel sattere Profite für Investoren. Das Jahr 2100 wird auch noch von Menschen gefeiert werden, die heute 20 sind. Leider müssten wir in so einem Fall auf die allermeisten gegenwärtigen Politiker verzichten. Denn wo eine Ampel auf Grün steht, muss der Querverkehr Rot haben – und zwar für immer!

Thomas Amann, Bregenz