Immer auf die anderen

Leserbriefe / 30.01.2020 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar „(Un-)Sicherheitshaft“, von Harald Walser, VN vom 27. 1. 2020:

Ich schätze Harald Walser und seine Arbeit als Historiker außerordentlich. Vieles, was früher unter einer dicken politischen Staubschicht lag, förderte die Malin-Gesellschaft dankenswerterweise zutage. Sein Kommentar zur Sicherungshaft ist jedoch ein Schulbeispiel dafür, wie „blind“ man in der Rolle als Parteigänger sein kann, wenn man in die Defensive gerät. Er kritisiert einerseits zurecht die Überlegungen zur Einführung einer Sicherungshaft. Als „Scharfmacher“ identifiziert er gar LH Wallner. Überraschenderweise „vergisst“ Herr Walser jedoch andererseits die Mitverantwortung dieser neuerlichen Diskussion durch Kogler und Co. Mit keiner Silbe geht Harald Walser auf das Herumlavieren seiner Parteispitze in dieser Frage ein. Man erinnere sich an den desaströsen Auftritt der grünen Klubvorsitzenden Maurer in der ZiB2. So weiß kein Mensch heute, wo die Grünen in dieser Frage letztlich stehen werden. Harald Walser ist das offensichtlich egal. Nur eines ist aus seiner Sicht klar: Die „Bösen“ sind immer die anderen.

Hanno Schuster,

Höchst