Ein Hirte und eine Herde

Leserbriefe / 21.07.2020 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es geht nicht nur darum, dass Katholiken mit den Evangelischen gemeinsam Abendmahl feiern können. Es sollten alle Glaubensgemeinschaften zusammen finden und nach dem Wunsche Jesu ihn als Hirten anerkennen bzw. als einzigen Gott. 1215 wurde im 4. Laterankonzil beschlossen, dass Priester Brot und Wein in Leib und Blut verwandeln können. Wer nicht daran glaubt, erhalte ein Anathema, soll also verflucht und verdammt sein.

Gilt diese Anathema-Drohung noch? Katholiken haben nicht nur Aberglauben gepflegt, sondern auch viel Gutes getan. Nur sie sollten nicht stur auf Irrtümern beharren. Es ist eine Beleidigung Gottes zu behaupten, dass aus Wandlungsworten eine Hostie zu Gott wird und danach sperrt man ihn in eine Monstranz bzw. einen Tabernakel ein. Selbstverständlich soll man sich an das letzte Abendmahl von Jesus erinnern, doch da genügen schon zwei oder drei, indem sie zusammen speisen und sich vergegenwärtigen, dass Jesus unter ihnen weilt.Warum wird Joh. 6:63 nie in Kirchen vorgelesen? Die Stelle lautet: „Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts.“

Traudi Rinderer, Hohenems

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