Das Gendervirus

Leserbriefe / 19.03.2021 • 21:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das Gendervirus geht reihum. Es zerstört in der Sprache das maskuline Generikum. Die Diversen werden in ein Sternchen gedrängt und mit dem Glottisschlag bedrängt. Die Männer werden amputiert ganz ungeniert. Ab jetzt gibt’s nur mehr -*innen, wie z.B. Ärzt*innen und Bäuer*innen. Von „Bauern“ und „Ärzten“ hört man gar nichts mehr, das ist wirklich ein Malheur! Die Feminisierung schreitet voran, das sei gendergerecht – so steht’s im Programm. Doch das Virus ist wirklich gemein und stellt sogar den Frauen ein Bein: denn im Gendersprech kommen dann auch nur mehr Dieb*innen vor! Räuber*-, Mörder*- und Terrorist*innen wollen uns ja so gar nicht ins Ohr. Und statt Narren soll es gar nur mehr Närr*innen geben? Also wer das nun hört, ist wirklich empört!

Das Gendervirus muss schnellstens weg! Aber wie? Es hat sich ja schon im Sprachloch der Nachrichtensprecher versteckt, sogar die Tierwelt hat es befallen! Das tut den Zoologen gar nicht gefallen: Bei den männlichen Fischen entdeckten sie schon lang, dass sie verweiblichen – da wurde ihnen bang und sie warnten: die Umwelt hätte zu viele Hormone, besonders Östrogene – besser wäre es ohne, damit es den Menschen nicht wie den Fisch*innen geht. Ob dann das Gendervirus wieder vergeht?

Dr. Gertraud Weggemann-Posch, Bludenz

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.