Coronaimpfung

Leserbriefe / 18.04.2021 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Meldung „Nur knapp 50 Prozent der Pädagogen ließen sich impfen“ hat mich erstaunt. Das Verschieben der Impfung um zwei Monate erhöht in jedem Alter, außer bei den unter 25-Jährigen, das Risiko, an Corona schwer zu erkranken erheblich. Als niedergelassener Arzt hatte ich das Privileg, bereits im Jänner geimpft worden zu sein. Dafür bin ich dankbar. Fakten: 1. schwere Thrombosen (z.B. in den Hirnvenen): Sämtliche Beschwerden in den ersten drei Tagen nach Impfung sind harmlos. Die schweren Thrombosen treten frühestens fünf Tage danach auf. Also: Symptome ab Tag fünf ernst nehmen. Andere Thromboserisiken wie die Einnahme der Pille spielen keine Rolle, solche Thrombosen haben einen anderen Entstehungsmechanismus. Die schweren Thrombosen sind übrigens gut behandelbar. 2. Allergische Reaktionen nach der Impfung gibt es. Sie treten jedoch fast zu 100 Prozent innert 30 Minuten nach der Impfung auf. Also bleiben Sie nach der Impfung eine halbe Stunde im Ruheraum. In jeder Impfstation sind Ärzte, die das behandeln können. Vorbestehende Allergien spielen keine Rolle. Man sollte sie jedoch im Fragebogen angeben. Tagtäglich höre ich das Jammern über Corona. Wer die Impfung ablehnt, verliert meines Erachtens dazu das Recht und ist mitverantwortlich, dass die Coronakrise verlängert wird. Nur das breite Impfen wird uns aus ihr herausführen.

Dr. Bernhard Mäser,
FA f. Gynäkologie, Dornbirn