FPÖ extrem

Leserbriefe / 25.04.2021 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der „Kommentar“ ist eine journalistische Disziplin, in welcher der Redakteur seine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen kann. Wenn dies, wie bei Johannes Huber in den VN vom 17./18. April 2021, in eine völlige Einseitigkeit ausartet, ist es auch legitim, daran Kritik zu üben. Wenn ein Bundesrat der FPÖ seinen Parteiobmann kritisiert, wird dies als Parteikrise interpretiert. Wenn Rendi-Wagner Doskozil angreift, ist das völlig normal, oder die Message Control von Kurz (Zensur bzw. Unterdrückung eigener Meinung) ist gutes Kommunikationsmanagement. Auf andere zeigen soll aber eigenes Fehlverhalten (sollte es geschehen sein) nicht entschuldigen. Aber wenn Huber schreibt „Ist sie (die FPÖ) in der Regierung, bedient sie sich selbst sowie die Stimmungen, die sie zuvor entfacht hat“; „Die FPÖ entwickelt sich zu einer Partei, mit der weniger denn je ein Staat zu machen ist; zu einer Partei, die vor nichts zurückschreckt, was ihr Stimmen bringt“, dann verwechselt er wohl die FPÖ mit der Kurz-ÖVP. Diesen billigen Boulevard- bzw. drittklassigen Journalismus habe ich in einem Medium mit Qualitätsanspruch nicht erwartet.

Günther Wieser,

Lochau