Die letzte Chance

Jede einsichtige Bürgerin und jeder Bürger von Bregenz muss sich eingestehen, dass die Stadtentwicklung seit Jahrzehnten durch Bahn- und Straßen-Trassierung blockiert ist und Bregenz sohin in einem Korsett, ja geradezu Würgegriff gefangen ist. Die Bregenzer Bucht des Bodensees mit dem ansteigenden Pfänder ist „ein Gottesgeschenk“ und verdiente in seiner Gesamtheit mit den Bregenzer Festspielen durchaus die Bezeichnung „Weltkulturerbe“, mit der entwickelten Gesamtlösung, wie beispielsweise die Insel Mainau und die Pfahlbauten. Das jahrzehntelange Zaudern hat zumindest einen Nutzen gehabt, dass jetzt auch maximale technische Lösungen für dieses Jahrhundertprojekt und leistungsfähige Unternehmen zur Verfügung stehen, die verantwortbare Kosten sicherstellen. Wer diese Lösung ablehnt, hat nichts verstanden und begräbt eine allerletzte und einmalige Chance für dieses Bregenzer Siedlungsgebiet, samt Hafen und Seeufer. Mit diesem dargestellten Gesamtkonzept wird der Siedlungsraum vergrößert und wird die Bregenzer Bucht jene Gestaltung erfahren können, die ihr zukommt, und das abscheuliche Relikt der Pipeline endlich abgetragen. Der Stadtkern wird somit von den unerträglichen Autokolonnen befreit und einen erholsamen Lebensraum und prächtigen Zugang zu Seeufer, Hafen und Festspiele bekommen.
Ing. Gerhard Miltner, Bregenz