Bau der S18 ist nicht mehr zeitgemäß

Leserbriefe / 04.01.2022 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit über 50 Jahren wurden Pläne für eine Bodensee Schnellstraße entworfen und wieder verworfen. Diese ungelöste Aufgabe wurde als „Erbstück“ an jeden nachfolgenden Landeshauptmann weitergegeben. Nun ist Landeshauptmann Markus Wallner an der Reihe, dieses verantwortungsvolle Projekt umzusetzen. Gebetsmühlenartig wiederholt dieser seine Standpunkte. Mit seiner Unterschrift zum Klimanotstand 2019 hat er jedoch auch das Aus für die S18 unterschrieben. Aus heutiger Sicht kann und darf die S18-Autobahn, in der Dimension vergleichbar mit dem Verkehrsaufkommen der Brenner­autobahn, nicht gebaut werden. Von der A14-Autobahn bei Dornbirn würde ein neuer Verkehrsknoten nötig. Neben der bestehenden Verbindungsstraße von Dornbirn nach Lustenau (L 204) würde parallel die neue S18-Autobahn Richtung Lustenau gebaut. Diese würde knapp am Lustenauer Ortsrand vorbei Richtung Norden führen und den ganzen Ort „beschallen“. Von Lustenau bis zum Endziel würden noch vier große Verkehrsknoten benötigt. Das ist doch ein Anziehungspunkt für den ganzen Lkw-Verkehr. Für die Lustenauer Bevölkerung würde der Bau der S18 mehr Lärm, Gestank und Verlust von viel Boden und Naherholungsgebiet bedeuten. Wenn diese S18 umgesetzt würde, währen alle Alternativen wie Bahn, unterirdische Gütertransporte und andere zukunftweisenden Visionen nicht mehr umsetzbar. Natürlich benötigen wir im Rheintal eine Verkehrslösung, es sind auch umsetzbare Versionen da.

Werner Alge, Lustenau

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.