Verbot von ­amateurhafter ­Feuerwerks-Zündung

Leserbriefe / 04.01.2022 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Welch eine Tragödie, doch es ist schon wieder passiert. Ein Feuerwerkskörper in einer Tiefgarage war der Auslöser für den Großbrand im Dornbirner Oberdorf, bei welchem über 60 Personen ihre Wohnungen verloren haben.

Es war das zweite Mal im vergangenen Jahr 2021, dass nicht professionell gezündete Feuerwerkskörper ein Brandereignis auslösten, nachdem im letzten September unser Haus in der Dornbirner Marktstraße aufgrund einer auf Privatgrund gezündeten Feuerwerksbatterie Feuer fing. Bis heute haben wir nur ein notdürftiges Dach über dem Kopf, doch für eine Reglementierung amateurhafter Feuerwerks-Zündung interessiert sich niemand. Daher wollen wir einerseits den Opfern des Großbrandes unser Mitgefühl aussprechen, und andererseits ein striktes Verbot der Zündung von Feuerwerkskörpern in Wohngegenden seitens der Dornbirner Stadtpolitik fordern. Sämtliche rationale Argumente sprechen für ein solches Verbot, trotzdem besaß die städtische Politik nicht den Mut es auszusprechen, wie es in anderen Gemeinden geschah. Als Folge wurden wiederum zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet, gerade auch im nahen Umfeld des Krankenhauses. Aber wichtig war in der Silvesternacht, dass ein paar wenige Menschen wieder eine kurzfristige Freude auf langfristige Kosten anderer hatten. Einem professionellen Feuerwerk haben wir nichts entgegenzusetzen, doch dem unprofessionellen Abfeuern sämtlicher Böller muss die Stadtpolitik endlich Einhalt gebieten! Denn Politiker zu sein bedeutet nämlich auch, dass man unbeliebte Entscheidungen treffen muss.

Annemarie, Karl-Heinz und Florian Prirsch, Dornbirn

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