Eishockey – Wohin geht die Reise?

Leserbriefe / 05.01.2022 • 20:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Der neue Modus, so viele Spiele wie nur möglich innerhalb kurzer Zeit, geht gewollt oder ungewollt vollendens in die Hosen – wie zurzeit fünf Spiele innerhalb von neun Tagen, das ist doch unmenschlich. So viele Spiele innerhalb kürzester Zeit überfordern Spieler und Betreuer. Wenn sich dann noch Verletzungen bei diesem doch harten Sport ergeben, wird es für die betreffenden Vereine oft sehr eng. In einer Woche zwei Spiele müssten mehr als nur genügen. Zudem wird am Schluss der Spiele ein Unentschieden nicht anerkannt und es muss noch eine Verlängerung her, warum auch? Im Fußball, Handball usw. gibt es einfach eine Punkteteilung, und die Sache ist erledigt. Ich finde das völlig überzogen und unnötig. Im Hand- oder Basketball müsste auch einmal eine Reform stattfinden, um die Torflut einzudämmen, wie z.B. 37:36 usw. Im schnellen Eishockey gibt es oft ganz knappe Ergebnisse, das reicht doch auch.

Willibald Nigsch, St. Gerold

Amtsgeheimnis

Österreich ist EU-weit das einzige Land, in dem das Amtsgeheimnis im Verfassungsrang steht. Dass dies mit einem zeitgemäßen Informationsfreiheitsgesetz geändert werden soll, ist Teil des türkis-grünen Regierungsprogramms. Auf eine Umsetzung darf wohl so lange gewartet werden, bis alle Bedenkenträger es bis zur Unkenntlichkeit verwässert haben. In digitalen Zeiten wäre es für die Verwaltung wahrlich kein Hexenwerk, Transparenz herzustellen, man muss es nur wollen. Insbesonders alle Entscheidungen, wo Steuergeld fließt, sei es aus EU-, Bund-, Länder- oder Gemeindetöpfen, sind schon per se öffentlich zu machen. Eine Demokratie ohne transparente Verwaltungsentscheidungen, ohne Gleichbehandlung aller Bürger verliert über kurz oder lang das Vertrauen. Wenn dann auch noch publik wird, welche Interventionen und Mauscheleien jenseits der offiziellen Dienstwege praktiziert werden (neuester Fall: die Steuercausa Siegfried Wolf), dann kann man mit Fug und Recht von einem „politischen Darknet“ sprechen, wo sich unter dem Zugangscode Beziehungen Privilegierte ihr eigenes, rechtliches Süppchen kochen. Mit einer tatsächlichen Abkehr, vom schon seit 2014 diskutierten Prinzip der Amtsverschwiegenheit könnte man zumindest in diesem Punkt, Glaubwürdigkeit gewinnen. Ansonsten sollte sich niemand wundern, wenn der Demokratie die Demokraten abhandenkommen.

Peter Morstein, Rankweil

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