„Atemluftprüfung nach Unfall“

Leserbriefe / 11.05.2022 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Zum Leserbrief vom 10. Mai:

Auch meine Tochter kam zweimal in den Genuss einer Atemluftprüfung. Das erste Mal blieb sie mit ihrem Roller an einem Schutzweg stehen, wobei sie von einem nachkommenden Auto niedergefahren wurde. Ohne ein Verdachtsmoment musste sie morgens um sieben, als 16-Jährige auf dem Weg zur Schule, einen Alkotest machen. Beim zweiten Mal stand sie vor kurzem mit dem Auto an einer roten Ampel, als sie wiederum von hinten gerammt wurde. Anschließend überholte sie der Täter/die Täterin und beging Fahrerflucht. Als die Polizei eingetroffen war, musste sie wieder einen Alkotest machen. Morgens um 5 Uhr, auf dem Weg zur Arbeit. Der oder die Täter/in konnte später ausfindig gemacht werden, da beim Aufprall das Nummernschild abgerissen wurde. Trotzdem konnte man auf Grund des Zeitfensters keine eventuelle Alkoholisierung mehr feststellen. Da in Österreich Fahrerflucht, im Gegensatz zu Deutschland, als Verwaltungsübertretung gilt und nicht als Straftat, fällt die Strafe viel geringer aus als bei eventuell festgestellter Alkoholisierung (Höhe Geldstrafe, Führerscheinentzug etc.). Das heißt, wäre meine Tochter alkoholisiert gewesen, wäre sie als Unfallopfer härter bestraft worden als der/die Unfallverursacher/in. Fazit: Fahrerflucht kann sich lohnen, zumindest in Österreich!

Walter Madertoner, Höchst