Inflation vs. Kredit- und Sparzinsen

Leserbriefe / 30.06.2022 • 17:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Einige mögen sich noch an die Zeit erinnern, als es quasi ein „ungeschriebenes Gesetz“ war, dass, wenn die Teuerungsrate hoch war, auch die Kreditzinsen entsprechend hoch waren und parallel dazu aber auch die Sparzinsen. Was im Moment passiert, gab es so wohl noch nicht. Die Inflationsrate in Prozent steigt stetig, auch die Kreditzinsen steigen mit, jedoch die Sparzinsen (Sparbuch, klassisches Sparen) bleiben bei null oder sogar weniger, was einer schleichenden Entwertung der Vermögen (vor allem der kleinen und mittleren Sparer) gleichkommt, sprich im Grunde ein Raubrittertum. Zudem bereichert und saniert sich der Staat im Zuge der Inflation und höherer Steuern (Mehrwertsteuer, Lohnsteuer etc.). Auch was die EZB aktuell so macht und deren Rolle bei der EUR(o)-Zonen-Politik, kann kaum jemand so richtig nachvollziehen. Diese „druckt Geld“ auf Teufel komm raus und kauft Staatsanleihen von hoch verschuldeten Staaten, um die „Währung zu lenken“. EZB-Präsidentin Christine Legarde, eine völlig abgehoben wirkende Person, hütet u. a. auch die Währungsreserven. Welche denn? Welche Länder haben überhaupt noch welche Art von Währungsreserven? Laut aktuellster EZB-Info soll es eine Leitzinserhöhung geben mit 1. Juli 2022, nach welcher dann auch die Sparzinsen „signifikant steigen“. Da bin ich gespannt darauf.

Christian Salzmann, Dornbirn