Teuerung – rasche Hilfe – und was danach?

Leserbriefe / 30.06.2022 • 17:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie recht hat Kathrin Steiner-Hämmerle mit ihrem Kommentar „Mut statt Gießkanne“ (VN vom 29. 9. 2022)! Wenn auch die Politik rasche Hilfe bei der exorbitanten Verteuerung versprochen und teilweise auch beschlossen hat, so bleibt doch die alles entscheidende Frage: Was kommt danach? Wenn die gewährten Einmalzahlungen aufgebraucht sind und sich an der persönlichen Lage der Betroffenen nichts geändert hat … Wenn die Ausgaben für das Lebensnotwendigste und die Einnahmen zu deren Abdeckung in der gleichen Höhe wie bisher geblieben sind … Wenn die verbindlichen Kreditzahlungen aufgrund der Zinssteigerung merklich angewachsen sind …? Wohin kann sich der Familienvater oder die alleinerziehende Mutter wenden, wenn sie in eine ausweglose Situation geraten und sich für ihr Kinder auf längere Sicht nicht mehr das Notwendige leisten können? So glaube ich, wäre es die Pflicht und Aufgabe der gewählten Mandatare, für Kontinuität und Stabilität zu sorgen, statt sich in gießkannenmäßigen und publikumswirksamen Ho-ruck-Aktionen zu ergehen, die kurzfristige Begeisterung wecken, an deren Ende aber nur noch wenig bleibt, wenn die Förderung ausläuft. So glaube ich, ist es aber mitunter auch Aufgabe der wachsamen Bürger, früh und deutlich auf solche sich anbahnende Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen und jene zu warnen, die uns verwalten!

Hugo Waldner, Egg/Großdorf