EU-Kommission für Gassparzwang

Leserbriefe / 27.07.2022 • 16:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN Bericht vom 21.07.2022:

Die Aussage von Albert Einstein „die Definition vom Wahnsinn immer das gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten“ wird mit den Russlandsanktionen, die offensichtlich die EU am meisten schaden und Putin nicht zum Einlenken zwingen, bestätigt. Dass die EU-Politiker, die das Minsker Abkommen von 2015 ignorierten und die Eröffnung der Nord Stream2 verhindert haben, damit auch ihren Teil zum Ukrainekrieg beigetragen und vor allem für das Gasdesaster verantwortlich sind, jetzt die EU-Bürger zum Energiesparen zwingen wollen, ist eine Anmaßung. Diesen Herrschaften fehlt auch das Interesse an einen Waffenstillstand oder Frieden, es geht nur um Waffenlieferungen und Sanktionen. Brüssel hat scheinbar auch nicht registriert, dass sich Russland längst von der EU verabschiedet hat und der Rubel stärker als vor dem Ukrainekrieg ist. Es war doch zu erwarten das nicht nur China und Indien mit drei Milliarden Menschen die unbegrenzten russischen Rohstoffe benötigen. Der geplante, russische Gasliefervertrag mit Brasilien, Bolsonaro passt genau in das Schema von Putin und Xi Jinping, und die steigenden Rohstoffpreise werden zusätzliches Geld in Putins Kriegskassa spülen. Dass die Regierungschefs der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) bereits unverblümt von einer zukünftigen, neuen Weltordnung sprechen, sollten die EU-Politiker zumindest zum Nachdenken anregen.

Alfred Fuchs,

Dornbirn