Bregenz von Schildbürgern regiert?

Leserbriefe / 21.09.2022 • 16:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine Bürgerinitiative setzt sich für über 800 BewohnerInnen im Gebiet Thalbach bis Bergisel ein. Diese brauchen eine sichere Zufahrt für ihr Wohngebiet. Vor der Erweiterung der Fußgängerzone war das über Kirchstraße und Römerstraße möglich, jetzt gibt es nur noch eine Zufahrt, die Schlossbergstraße. Diese Straße ist lebensgefährlich! Unten, durch den Steilhang zur Galluskirche nicht einsehbar, steigt sie steil an. Rechts befindet sich ein Parkplatz. Geparkte Autos ragen teilweise in die Fahrbahn. RadfahrerInnen und FußgängerInnen, die talwärts fahren, sind besonders gefährdet, ein(e) AutolenkerIn bergwärts kann diese nicht sehen. Die Fahrbahnbreite beträgt teilweise nur 2,60 m. Es gibt keine Gehsteige, keine Fahrradstreifen, keinen Verkehrsspiegel. Dafür eine Buslinie und erheblichen Schwerlastverkehr. Viele Bewohner sind, wegen ihrer Arbeit, auf einen Pkw angewiesen. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist miserabel. Die Stadt Bregenz hat kein verkehrstechnisches Gutachten erstellen lassen. Eine Verkehrszählung wurde während der Pandemie durchgeführt. Es gab keine Bürgerbeteiligung. Der nächste Schildbürgerstreich: Die Schlossbergstraße soll talwärts und die Gallusstraße bergwärts Einbahn werden. Kein Lkw oder Bus schafft die fast 360-Grad-Kurve bei der Vincent Bar. Eine Begegnungszone im Bereich Kirchstraße, Römerstraße würde den Bewohnern dieses Stadtteiles eine sichere Zufahrt erlauben und die Zufahrt zur Apotheke in der Kirchgasse wäre für Kunden wieder möglich.

Günther Vogel, Bregenz