Europäische

Leserbriefe / 10.10.2022 • 20:01 Uhr

Zentralbank

und die Politik

Gratulation an die EZB, perfekter Zeitpunkt für die historische Zinserhöhung (Leitzins) um 0,75 Prozent, speziell für Kreditnehmer. Es wird für die Banken kostspieliger, sich von der EZB-Geld zu leihen, d.h. die Banken geben diese Teuerung an die Kreditnehmer weiter. Die Habenzinsen steigen, logisch, wer Habenzinsen hat, hat auch Guthaben, der Kreditnehmer nicht unbedingt, oder? Zudem sind ja noch die „normalen“ Teuerungen zu bestreiten, und zwar täglich. Dadurch können möglicherweise die Kreditrückzahlungen nicht mehr geleistet werden. Was dann? Kommt dann noch für alle Mitbürger, auch für diejenigen, welche gar keinen Kredit aufgenommen haben, ein EZB-Zinserhöhungsbonus? Oder steckt da gar ein perfider, undurchschaubarer Plan dahinter? Warum fällt mir jetzt gerade das Wort Perfidie ein, seltsam. Erklärung durch Google: Perfidie, auch Perfidität (lat. perfidus = treulos, wortbrüchig, niederträchtig) bzw. mit dem davon abgeleiteten Adjektiv perfide, werden Handlungen einer Person oder Personengruppe bezeichnet, die vorsätzlich das Vertrauen oder die Loyalität einer anderen Person oder Personengruppe ausnutzen, um beispielsweise in geschäftlichen Beziehungen oder in militärischen Auseinandersetzungen einen Vorteil zu erlangen. Wer sich angesprochen fühlt, für den gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Ach ja, noch anzumerken wäre: Alle Erklärungen seitens der Politik, zum Teil nachvollziehbar, zum Teil unlogisch, nützen dem Mitbürger einfach gar nichts, wenn kein Geld mehr in der Geldtasche ist.

Maria-Luise Thöny, Hohenenms