Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Leserbriefe / 17.11.2022 • 16:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auch im Bereich der Philatelie tummeln sich immer wieder selbst ernannte Fachleute, welche versuchen, Erben von Sammlungen hinters Licht zu führen, oder gar zu betrügen. Dazu ein krasses Beispiel: Der Obmann des Philatelie-Club Montfort und ich wurden gebeten, das Lebenswerk eines Sammlers zu begutachten. Nach langer Sichtung konnten wir den Erben mitteilen, dass mit einem Erlös im fünfstelligen Bereich zu rechnen ist. Gleichzeitig wurde uns mitgeteilt, dass die Sammlung bereits anderweitig begutachtet wurde. Das schriftliche Angebot betrug 600 Euro und war völlig indiskutabel, wenn nicht gar betrügerisch. Nach Einigung wurde von uns den Erben ein Betrag ausbezahlt, der das Angebot der angeblich „fachlich versierten Person“ um mehr als das 15-fache (!) überstieg. Ein Gegenbeispiel: In letzter Zeit kursieren in Vorarlberger Zeitungen Kleinanzeigen, in welchen der Verkauf von Briefmarken neueren Datums angeboten wird. Die in den Anzeigen genannten Verkaufspreise sind um ein Vielfaches überhöht und spotten jeder Realität. Daher ein Tipp an alle, die sich mit der Materie wenig auskennen: Sowohl beim Verkauf als auch beim Kauf von Briefmarken wenden Sie sich an die Vereine im Land oder direkt an den Verband Österreichischer Philatelistenvereine, kurz VÖPh. Dort wird Ihnen ohne Eigeninteresse eine ehrliche und meist kostenlose Auskunft gegeben.

Harald Staffler, Vizepräsident VÖPh, Obm.-Stv. Philatelie-Club, Nenzing

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.