Cashcow in Gottes Namen

Leserbriefe / 05.05.2023 • 18:07 Uhr

St. Arbogast, idyllisch gelegener Ortsteil und Wallfahrtsort in Götzis, ist sowohl geliebte Heimat als auch beliebtes Ausflugsziel. Das von der Diözese in den 50er-Jahren errichtete Jugend- und Bildungshaus beansprucht seit Geraumem nicht nur den Namen des Heiligen als mediales Alleinstellungsmerkmal für sich allein, sondern es wurde auch auf wundersame Weise in kürzester Zeit aus einer Nonprofit-Organisation ein höchst kommerzielles Unternehmen. Aus einer Körperschaft öffentlichen Rechtes wurde eine GmbH, bzw. eine GmbH & Co KG, und Touristen aus aller Welt können nun auf einer beliebten Buchungsplattform im „Hotel (!) Bildungshaus St. Arbogast“ ihren Urlaub buchen und größtenteils mit dem Pkw anreisen. Etliche Millionen Euro wurden in den letzten Monaten in die bloße Innenausstattung des Hauptgebäudes gesteckt. Der heilige Arbogast würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das tägliche Verkehrschaos sehen könnte! Ohne entsprechende Infrastruktur (Zufahrt, Parkplätze) eine gewerberechtliche Bewilligung zu erhalten, bleibt wohl nur einer (schein-)heiligen Institution vorbehalten. Verärgerte Bewohner*innen, Besucher*innen und ruhesuchende Spaziergänger*innen danken! Für mich persönlich ist hier der Punkt erreicht, diese „katholischen“ Machenschaften nicht länger zu unterstützen und der Institution endgültig den Rücken zu kehren.

Lucia Rubert, St. Arbogast