Kinder machen
statt arbeiten?
Meine Frau und ich haben vier Kinder großgezogen. Sie versorgte bewusst vollzeitig die Kinder und engagierte sich ihr Leben lang sozial u.a. in der Pflege ihrer Eltern. Sie wusste aber auch, dass ich sie nicht als alleinerziehende Mutter zurücklassen würde. Zwei meiner Kinder haben selbst wieder in intakten, verlässlichen Partnerschaften je vier Kinder. Um sich das leisten zu können, arbeiten beide Partner. So kommen beide Familien passabel über die Runden. Von den im Kommentar von Christian Rainer in den Samstag VN vom 3. 8. 2024 genannten arbeitslosen Einkommen der beispielhaften syrischen Großfamilie in Wien, heruntergerechnet auf jeweils 6 Personen, können beide Paare aber nur träumen. Ich will keine Neiddebatte entfachen, denn wenn das existierende Sozial-System das zulässt, wären die Syrer blöd, wenn sie das Geld nicht nehmen würden. Ich nehme begründet an, dass da einiges davon auch nach Syrien fließt. Die Lösung dieser offensichtlichen Ungerechtigkeit zulasten der ehrlich Arbeitenden wäre relativ einfach. Sozialhilfeansprüche in Geld gibt es, für In- und Ausländer, erst nach frühestens fünf Jahren tatsächlicher Einzahlung ins Sozialsystem. In digitalen Zeiten ließe sich so etwas, siehe Beispiele in Deutschland, über eine Bezahlkarte mit Bargeldbegrenzung problemlos organisieren. Ein weiter so ist jedenfalls beste Werbung für eine rechts-konservative „woke-befreite“ Regierung ab Herbst.
Dr. Klaus König, Lauterach