Dauerthema Achtalweg

Leserbriefe / 04.04.2025 • 21:43 Uhr

Die Entscheidung zum Erhalt eines gesicherten Fußweges der Kategorie Rot/Weiß von Kennelbach bis Bozenau statt eines Radweges wurde nicht ohne Grund von den zuständigen Stellen so getroffen. Dafür darf man sie ausnahmsweise auch einmal loben. Die massiven Eingriffe, die für den Ausbau zu einem Rad und Fußweg in das geologisch sehr labile Achtal notwendig gewesen wären, waren und sind im Natura 2000 Gebiet nicht genehmigungsfähig (rechtliche Gutachten Prof. Bußjäger und Prof. Ennöckl). Herr Fröwis, der das in seinem Leserbrief (VN, 1.April 2025) wieder einmal infrage stellt, könnte auch die positiven Seiten dieser Entscheidung sehen. Beim zu-Fuß-gehen, ohne von Radfahrern gefährdet zu werden, kann die Flusslandschaft und die Natur entspannt erlebt und genossen werden. Qualitätsvolle Fußwege im Talbereich haben Seltenheitswert. Die meisten Radfahrer sind auch Fußgänger und es stellt sich auch die Frage, ob alle Wanderwege unter die Räder kommen müssen und ob jeder alpine Weg mit einem Einsatzfahrzeug erreichbar sein muss. Wenn die Argumente ausgehen, wird die Sicherheit angeführt. Bestes Beispiel dafür ist die Genehmigung für Heliskiing. Wenn es beim Fußweg mit Pfadcharakter bleibt, ist das ein unschätzbarer Gewinn für den Menschen, die Natur und den ganzen Bregenzerwald.

Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn