Leserbrief: Der Stadttunnel Feldkirch bringt nichts, daher keine Enteignungen!

Die Voraussetzungen für den Tunnelbau sind nicht mehr gegeben: Die Emissionswerte werden jetzt schon alle eingehalten. Die Lärmwerte werden in einigen Jahren keine Rolle mehr spielen. Die Betreiber versprechen nur in etwa 25 % Verkehrsreduktion, das ist viel zu wenig! Der Berufskodex sollte da laut und deutlich ausrufen: Stopp! Damit müssen nicht bis zu 50 Personen enteignet werden, bei einem Projekt, das nach vielen Expertenmeinungen und auch dem allgemeinen Hausverstand nichts bringt. Die Kosten-Nutzen-Analyse ist katastrophal: Eine reale Kostenkalkulation errechnet mindestens 1 Milliarde, z. B. das 1:1 vergleichbare Stadttunnelprojekt in Zug (Schweiz) wurde 2015 mit 900 Mio. CHF zur Volksabstimmung gebracht, wurde vom Volk abgelehnt, versprochen wurden damals 75 % Verkehrsreduktion. Bitte, liebe Entscheider, denkt um: Ein Blick nach Dornbirn-Nord sollte genügen. Dornbirn-Nord würde sich in Feldkirch im Stadttunnel abspielen: ein Stopp-und-Go-Verkehr. Oben würde der Verkehr in etwa gleich bleiben, weil die versprochenen 25 % innerhalb kürzester Zeit durch mehr Verkehr aufgefüllt würden. Diese Tunnelspinne wird Strom-/Licht-/Energiekosten verursachen, wie errechnet wurde, die in etwa dem Verbrauch eines Dorfes mit 2500 Einwohnern entsprechen. Dazu kommen noch Wartungs-/Erhaltungskosten von mehreren Millionen. Der Stadttunnel würde heute nicht mehr genehmigt werden. Wenn gebaut wird: 7–10 Jahre Lärm, Abgase, Staub und sehr viel Verkehr!
Mag. Manfred Sutter, Bregenz