„Aus alt mach neu“

Leserbriefe / 27.01.2026 • 20:19 Uhr

Zum Leserbrief von Gerd Guderjahrn, VN vom 23. Jänner:

Den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit wirken soll, suchen wir leider vergeblich. Vielmehr gibt der von ihm gut beschriebene alte Mensch in trügerischer Begierde seit Menschengedenken weltweit den Ton an. Aber wenn er sich zu seinen Sünden bekennt, die ja von Gott vergeben werden, wird er von aller Ungerechtigkeit gereinigt – bravo – wie praktisch! Und da ihm Paulus empfiehlt bzw. genehmigt, alles dahinten zu vergessen und weiter das vorgesteckte Ziel zu jagen, nämlich die himmlische Berufung in Christus Jesus, sieht er natürlich keinen Grund, sein Tun zu hinterfragen. Die seit Menschengedenken täglichen Gräueltaten, insbesondere jeglicher Missbrauch und die Millionen unschuldigen Toten, sind dann wahrscheinlich nicht zu verhindernde Jagdunfälle? Solange weltweit Religionen bzw. irgendeine Gottheit unser moralisches Zusammenleben regeln, wird die Gerechtigkeit in allen Bereichen nicht funktionieren. Gerechtigkeit ist Illusion, dafür gibt es die Religion (Georg Ringsgwandl).

Willi Glück, Götzis