Die Tunnelspinne wankt!
Die Tunnelspinne wankt – gewaltig! Führende Rechtsanwälte des Landes bestätigen, dass sie nicht mehr an die Realisierung dieses Monsterprojekts glauben, dies aus zweierlei Gründen: Erstens wird den unbescholtenen Bürgern, die enteignet werden sollen, ihr Recht auf Alternativen-Prüfung nicht abgesprochen werden können, und zweitens liegt jetzt ein Neuantrag der Betreiber vor, den man rechtlich unmöglich unter kleine, harmlose Veränderung eines Bauvorhabens werten kann: Alle Verfahrensparteien müssen zu einer Stellungnahme eingeladen werden! Hintergrund ist die Unmöglichkeit, die Umsetzungstermine dieses Monsterprojekts rechtzeitig zu beenden, da durch Umplanungen, extrem schlechte Bauvorbereitung sowie selbstverschuldete Baustopps und Unfälle massiv Zeit vergeudet worden war. Die immer stärker und kompetenter auftretenden Tunnelspinnen-Gegnerinnen haben das richtig gesehen und schlagen nun vor, einige Hundert Millionen Euro einsparen zu können: Viele fordern eine Redimensionierung des Projekts, einen kleineren Stadttunnel mit nur einem Strang statt das Monster Tunnelspinne mit vier Tunnelarmen und riesigem unterirdischen Kreisverkehr, sie fordern eine Bahn-Südeinfahrt Feldkirch und eine gezielte Umfahrung der Stadtregion Feldkirch durch Transit-Lkw und Pendler. Es wird ein Leichtes sein, die Luftgütewerte zu erreichen, keine Staus zu verursachen und Feldkirch kostengünstig zu entlasten (19 % statt 23 %)! Alle, die Bevölkerung, alle Gemeinden (Zwischenwasser!), alle Sozialinstitutionen werden aus finanziellen Gründen sehr froh sein: Ein echter Stadttunnel statt einer Tunnelspinne!
DI Andreas Postner, Feldkirch