Spinat-Zuschuss

Leserbriefe / 30.01.2026 • 18:54 Uhr

14 Tage Beratungen der Regierung, ob die Mehrwertsteuer bei Gurken, Radieschen, Spinat, Joghurt etc. auf ca. 4,9 % reduziert wird. Dies bringe einer vierköpfigen Familie ca. 100 Euro im Jahr. Die Kosten für den Staat: 400 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen. Die Lebensmittelbetriebe haben mit der Umstellung auch viele Kosten: Alle Preisschilder müssen ausgewechselt und die Kassen umprogrammiert werden – viel Arbeit. Wäre es nicht einfacher, die 10 % MwSt. zu belassen und den ganz armen Familien und Mindestrentnern den Hunderter wie bei der Energiebeihilfe zu überweisen? Das würden die notleidenden Mitbürger merken, hingegen fallen die 3–5 Cent Ersparnis gar nicht auf. Der restlichen Bevölkerung wird am Ende des Jahres dieser Hunderter auch nicht fehlen. Wenn ich höre und sehe, wie viele Menschen ein-, zwei- oder dreimal in den Urlaub fahren oder fliegen, jedes Fest oder jeder Weihnachtsmarkt überlaufen ist, gute Kleidung und genießbare Lebensmittel im Abfall landen, frage ich mich: Muss das sein? Es geht der Mehrheit der Bevölkerung gut, aber im Jammern sind wir ja spitze. Vielleicht kaufen die Österreicher ab Juni viel mehr Gemüse und Obst, leben gesünder und der Gesundheitsfonds wird entlastet.

Renate Burtscher, Thüringen