Verkehrschaos S16

Leserbriefe / 06.02.2026 • 21:26 Uhr

Die Forderung von Frau Muxel aus Lech, den vierspurigen Ausbau der S16 voranzutreiben, ist aus Sicht eines Talbewohners völlig inakzeptabel. Zustände wie im Wipptal brauchen wir nicht. Die Belastung durch diese Verkehrslawine durch den überbordenden Tagestourismus hat ohnehin schon unerträgliche Ausmaße angenommen. Dass ein weiterer Ausbau dieser Straße unweigerlich noch mehr Verkehr anziehen würde, ist gesichertes Wissen. Die Lebensqualität der Bewohner des einst idyllischen Klostertales zu erhalten, muss oberste Priorität haben, statt einseitige Geschäftsinteressen zu Lasten der Bevölkerung voranzutreiben. Vor vielen Jahren wurden die Bewohner meiner Heimatgemeinde Dalaas eingeladen, am Leitbild der Gemeinde mitzuwirken. Alle Arbeitsgruppen haben sich deutlich gegen einen Ausbau der S16 ausgesprochen. Von politischer Seite wurden die Ergebnisse „schubladisiert“, großteils ignoriert oder durch einen Teilstreckenausbau (Salamitaktik) hintergangen. Überfällig ist tatsächlich ein Gesamtkonzept, wie eine An- und Abreise der Gäste wieder in menschen- und naturverträgliche Bahnen gelenkt werden kann. Das ist bzw. wäre vordringlichste Aufgabe der Politik. Ein vierspuriger Ausbau dieser Straße gehört gewiss nicht zu diesen Herausforderungen.

Franz Ströhle, Alpenschutzverein, Dornbirn