Leserbrief: Stundenkürzungen bei Fremdsprachen

Leserbriefe / 13.02.2026 • 13:20 Uhr
Leserbrief: Stundenkürzungen bei Fremdsprachen

Die stetigen Fortschritte der Wissenschaften führen zur rasanten Vermehrung des Wissens. Ein Teil davon soll oder muss Eingang in höhere Schulen finden. Schon jetzt ist in der AHS (Allgemeinbildende Höhere Schule) kein Platz für neue Inhalte. Statt Stunden in Sprachen zu kürzen, sie damit abzuwerten und Fächer gegeneinander auszuspielen, soll die Bildung in der AHS um ein Schuljahr erweitert werden! Damit gibt es Erleichterungen in bestehenden Fächern und es ist Platz für neue Unterrichtsfächer (z. B. Finanzwissen) und deren Vernetzung. Dann dauert die AHS gleich lang wie die BHS (Berufsbildende Höhere Schulen) mit insgesamt 13 Schuljahren inklusive Volksschule. Natürlich würden Wirtschaft und Industrie ablehnen, statt den Mehrwert zu erkennen. Den Facharbeitermangel würde ein neuntes AHS-Jahr nicht verschärfen. Den Mut für die Ausweitung der AHS auf neun Schuljahre traue ich dieser Bundesregierung nicht zu. Einen Vorstoß für das 13. Schuljahr für die AHS gab es schon unter dem in Meran geborenen Unterrichtsminister Piffl-Perčević. In einem Volksbegehren wurde damals das 13. Schuljahr für die AHS abgelehnt. Für Dr. Theodor Piffl-Perčević war dies 1969 der konsequente Grund für seinen Rücktritt als Unterrichtsminister. Solche Ehrenmänner und Ehrenfrauen bräuchten wir heute wieder! Sie würden die Politikverdrossenheit senken, statt wie heutzutage durch (gerichtliche) Affären und Wortbruch zu befeuern!

Mag. Josef Weisleitner sen., Innsbruck