Auch Ikonen können irren
Nach aktuellen Fakten musste Österreich vom Oktober 2025 bis Ende Februar 2026 im Durchschnitt 20 % seines Strombedarfes importieren, an manchen Tagen sogar 50 %. Lange Dunkelflauten und wenig Niederschlag und aus war es mit dem österreichischen „Ökostrom“-Bullerbü. Ohne Importe wären wir in diesem Zeitraum von einem Blackout in den anderen gestolpert. Gott sei Dank gab es im Ausland noch genügend Gas, Kohle und, ganz schlimm, Atomkraftwerke. Die Schweizer waren in einer ähnlichen Lage, allerdings deutlich gemildert durch ihren „Alt“-AKW-Bestand. Unideologisch pragmatisch, wie die Schweizer nun mal mehrheitlich sind, schlossen sie daraus, dass das schnelle AKW-Aus doch nicht so eine gute Idee ist. Möglicherweise ist die Erneuerung der einen oder anderen Anlage, auch im Sinne einer klimafreundlichen, stabilen Stromversorgung, sogar eine sehr gute Idee. Unsere allseits geachtete „Ländle“-Umweltikone Hildegard Breiner findet solche Überlegungen erwartungsgemäß aber gar nicht gut und kündigt neue Proteste an. Die pragmatische Mehrheit des Schweizer Stimmvolkes werden diese wenig beeindrucken. Bei aller Hochachtung, Frau Breiner, ein stabiles Stromnetz funktioniert auf Basis harter physikalischer Fakten, nicht anhand von politkorrektem Wunschdenken.
Dr. Klaus König, Lauterach