Leserbrief: “Volksbegehren macht so einen Prozess nicht rückgängig”

Leserbriefe / 30.03.2026 • 11:00 Uhr
Leserbrief: "Volksbegehren macht so einen Prozess nicht rückgängig"

Zum VN-Interview Rüscher/Rohde, VN vom 23.3.26:

Irritiert stelle ich fest, dass die Pläne zur Schließung der Geburtshilfe, Gyn und Kinderstation in Dornbirn immer noch verfolgt werden. Es wird sogar angekündigt, ein Volksbegehren ungeachtet dessen Ausgang zu ignorieren. Frau Rüscher, bitte erklären Sie mir den Sinn dieser Rochade! Angesichts der Tatsache, dass eine Bündelung in Vorarlberg notwendig ist und der vernünftige Plan eines Spitalscampus 2040 angestrebt wird, warum dieser Zwischenschritt? Warum wurde der ursprüngliche Plan verworfen, die kleinere der größeren Abteilung einzuverleiben? Dornbirn hat die erforderlichen Umbauten erledigt und verfügt beispielsweise über sechs Kreissäle, während es in Bregenz gerade einmal drei Entbindungsräume gibt. Die Dornbirner Neonatologie wurde in den letzten Jahren modernisiert. Funktionierende und zertifizierte Abteilungen aufzulösen, sie in mühevoller, jahrelanger Arbeit neu aufzubauen – spielen da politische Befindlichkeiten eine Rolle? Koste es, was es wolle? In Zeiten, in denen wir einer ungewissen Zukunft entgegensehen, muss so viel Geld- und Ressourcenverschwendung stattfinden? Ganz zu schweigen vom Verlust der Versorgungsqualität. Jahrelang haben Ärzt:innen und Ärzte und andere Fachpersonen Konzepte erarbeitet, um die Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung zu optimieren. Das wird nun alles über den Haufen geworfen? Bitte, Frau Rüscher! Die Zahlen, mit denen Sie jonglieren, erschließen sich mir nicht. In Bregenz etwas erschaffen, was in Dornbirn bereits vorhanden ist?

Tamara Herburger, Dornbirn