Auswirkung des Darabos-Deals
Einem Artikel des Luftfahrtmagazins „Austrian Wings“ zufolge ist der Vergleich des damaligen Verteidigungsministers Norbert Darabos aus dem Jahr 2007 der Grund dafür, dass Österreich bereits Mitte der 2030er-Jahre neue Abfangjäger benötigt. Darin wurden die ursprünglich vertraglich festgelegten 18 Eurofighter der Tranche 2 storniert und stattdessen 15 ältere Flugzeuge der Tranche 1 beschafft. Außerdem wurden die österreichischen Eurofighter technisch kastriert. Durch den Wechsel von Tranche 2 auf die ältere Tranche 1, die Reduzierung der Stückzahl von 18 auf 15 Eurofighter und die Abbestellung von Selbstschutzsystemen sowie FLIR-Nachtsichtgeräten wurden 250 Millionen Euro gespart. Tatsache ist jedoch, dass die teilweise gebrauchten Eurofighter der Tranche 1 pro Stück für Österreich teurer waren als die ursprünglich vorgesehenen neuen Flugzeuge der Tranche 2 – es war ein typisches „Hans-im-Glück-Geschäft“. Die Eurofighter der Tranche 2 könnten aufgerüstet werden, um für mindestens weitere 15 Jahre einsatzfähig zu bleiben. Die Eurofighter der Tranche 1 hingegen werden in allen Luftstreitkräften in den kommenden Jahren schrittweise ausgemustert und durch neue Mehrzweckkampfflugzeuge ersetzt. Für den laufenden Betrieb der österreichischen Eurofighter ist die Ersatzteilversorgung ein kritischer Faktor.
Kurt Gärtner,
Wels