Rondo: Es stinkt

Leserbriefe / 04.05.2026 • 19:35 Uhr

Der Wolf im Schafspelz zeigt sein wahres Gesicht: In einem fragwürdigen Rondo-Artikel wurden hier unlängst Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Frastanzer Gemeindebeschlusses geschoren. Dazu wurden die Legitimation und Kompetenz demokratisch gewählter Gemeindevertreter:Innen in Frage gestellt. Der Grund: Sie sind nicht in der Rondo oder der Industrie beschäftigt. Oder es wird als Sakrileg beschrieben, dass das Ergebnis der im Konsens errungenen Stellungnahme der Gemeinde als Partei im UVP-Verfahren vorher nicht mit Rondo abgestimmt wurde. Oder dass Frastanz, das für Rondo bisher vieles willfährig beschlossen hat, doch die hohe Kommunalsteuer mitzuberücksichtigen hat, die Rondo als größter Gasverbraucher mit als jahrzehntelanger Schwerölverbrenner desaströser Umweltbilanz leistet. Wenn die zugekauften Rechtsgutachten zum UVP-Verfahren im gleichen Rechtsverständnis und Stil verfasst sind, dann wird klar, wieso Frastanz Nein sagt: Es stinkt gewaltig.

Kein Geld der Welt kann das Verbrennen von europäischem Müll fossilen Ursprungs in der Kessellage des Walgaus und den damit einhergehenden toxischen Schadstoffausstoß rechtfertigen. Die in bewundernswerter Prägnanz verfasste Frastanzer Stellungnahme zeigt, dass sie den Wolf erkannt haben. Der Schutz des Lebensraumes und der Gesundheit von 40.000 Menschen im Walgau muss vor der Rondo-Profitgier gehen. Wissentliche Gesundheitsgefährdung ist ein absolutes No-Go. Daher Nein zur Müllverbrennung Rondo am Standort Frastanz.

Helmut Scherer, Frastanz