Leserbrief: Tote Fische im Bodensee

Öffentliche Gewässer sind wichtige Lebensräume für Mensch und Tier. Sie sind Hotspots der Artenvielfalt. Viele tote Fische im Bodensee und in den Zubringergewässern bestätigen die Problematik der zu hohen Wassertemperaturen. Beschattung entlang der Uferzonen durch Bestockung von Bäumen und Hecken senkt nicht nur die Wassertemperatur, sondern ist wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten durch Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten. Auch Radfahrer erfreuen sich bei sommerlichen Ausfahrten am Schatten großer Bäume auf Radwegen entlang unserer Bäche. Die zuständigen Gewässerspezialisten kennen die Problematik in der Renaturierung nur zu gut: die Finanzierung bei mageren Budgets, notwendige Pflegemaßnahmen, Berücksichtigung von Hochwassersicherheit, Biber und Fischotter usw. Die Vertreter der Fischereivereine, die Imker, die Vogelkundler wissen um die Wichtigkeit und den Nutzen der Renaturierung. Die Akzeptanz und Mitarbeit der Anrainer/Bewirtschafter wäre wünschenswert. Wir brauchen mehr Baum- und Heckenbepflanzungen entlang unserer öffentlichen Gewässer. Viele lobenswerte Projekte sind inzwischen realisiert bzw. in Umsetzung und zeigen Erfolg. Trotzdem wäre ein schnelleres Tempo für Bepflanzungsprojekte bei vielen öffentlichen Gewässerabschnitten wünschenswert.
Eugen Schneider, Lustenau