Kreativität im Fokus: vogelfreiRAUM wird Bühne für Film, Ton und Handwerk

VN / 20.04.2026 • 11:47 Uhr
Die Ukrainerin Maryna Liapina hat sich in Vorarlberg schon einen Namen gemacht. PRIVAT
Die Ukrainerin Maryna Liapina hat sich in Vorarlberg schon einen Namen gemacht. privat

Kurzfilmfestival eröffnet Kulturwochenende mit Dialog und Emotion.

Rankweil Ein Wochenende, drei künstlerische Zugänge – und ein klarer Höhepunkt zum Auftakt: Mit einem neuen Kurzfilmfestival startet der vogelfreiRAUM am Freitag, 24. April, in ein vielseitiges Kulturprogramm. Von Film über Handwerk bis hin zu internationaler Musik spannt sich ein Bogen, der Begegnung, Kreativität und Austausch in den Mittelpunkt stellt.

Der Fokus liegt dabei auf der Premiere des Kurzfilmfestivals. Ab 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) präsentieren die Filmschaffenden Constantin Eberle, Mira Zielbauer, Alexander Böckle und die Ukrainerin Maryna Liapina ihre Arbeiten erstmals gemeinsam auf der Leinwand. Der Abend versteht sich bewusst nicht nur als klassische Vorführung: Im Anschluss sind alle Besucher eingeladen, sich an einem offenen Gespräch zu beteiligen. Die Filme liefern Impulse – das Publikum bringt Gedanken, Fragen und Perspektiven ein.

Wenn sich der Raum verdunkelt und der Blick auf die Leinwand richtet, entsteht jene besondere Spannung, die Kino ausmacht. Gleichzeitig bleibt das Format bewusst niederschwellig: Der Eintritt erfolgt auf freiwilliger Spendenbasis, eine Anmeldung ist erforderlich. Der vogelfreiRAUM wird damit zum Ort, an dem Kunst nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam verhandelt wird.

Marie Stempfel ist im OK-Team dabei.
Marie Stempfel ist im OK-Team dabei.

Am Samstag, 25. April, verschiebt sich der Schwerpunkt vom Zuschauen hin zum eigenen Tun. Beim Workshop “Glöckchen, die gemeinsam klingen” gestalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab zehn Jahren von 16 bis 18 Uhr kleine Keramikglocken aus Ton. In mehreren Schritten – vom Formen über das Brennen bis zum Bemalen – entstehen individuelle Stücke mit persönlichem Charakter.

Der kreative Prozess endet jedoch nicht im Workshop: Beim Festival am 30. Mai werden die fertigen Glöckchen Teil einer gemeinsamen Installation im öffentlichen Raum. Entlang eines Weges angebracht, entsteht so ein klingendes Gemeinschaftswerk – getragen von vielen einzelnen Händen und Ideen.

Den Abschluss des intensiven Wochenendes bildet am Sonntag, 26. April, ein Konzert, das musikalisch Grenzen überschreitet. Unter dem Titel “Le printemps des cordes” treffen ab 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) internationale Musikerinnen und Musiker aufeinander. Instrumente wie Kora, Handpan und Didgeridoo verschmelzen mit klassischen Streichern zu einer vielschichtigen Klanglandschaft.

Mitwirkende aus Senegal, dem Montafon, Deutschland, der Ukraine, der Schweiz und Kuba bringen ihre jeweiligen musikalischen Hintergründe ein. Das Ergebnis ist eine meditative Reise durch verschiedene Kulturen – ruhig, verbindend und bewusst reduziert auf das Wesentliche: den Klang.

Was dieses Wochenende im vogelfreiRAUM besonders macht, ist das Zusammenspiel der Formate. Der Freitag eröffnet mit starken Bildern und Gesprächen, der Samstag lädt zum Mitgestalten ein, der Sonntag führt alles in einer gemeinsamen musikalischen Erfahrung zusammen. Ein Programm, das nicht nur konsumiert werden will, sondern Beteiligung ermöglicht – und genau darin seine Stärke entfaltet. VN-TK