Leserbrief: Es reicht!

Die Bundesregierung plant weitere Einsparungen bei den Pensionen in den Jahren 2027 und 2028 von insgesamt über 550 Millionen Euro. Dabei haben Pensionistinnen und Pensionisten bereits einen erheblichen Beitrag zur Budgetsanierung geleistet – etwa durch höhere Krankenversicherungsbeiträge, unvollständige Pensionsanpassungen sowie Verschlechterungen bei Korridor- und Teilpensionen. Es ist schwer nachvollziehbar, warum erneut jene belastet werden sollen, die jahrzehntelang gearbeitet, Beiträge bezahlt und unser Land aufgebaut haben. Eine volle Inflationsanpassung der Pensionen ist kein Geschenk, sondern eine Frage von Fairness, Respekt und Vertrauensschutz. Wer ein Leben lang eingezahlt hat, darf erwarten, dass die Kaufkraft der Pension erhalten bleibt. Wenn gespart werden muss, sollte die Politik zuerst bei sich selbst beginnen. Parteiförderungen in Millionenhöhe sowie Verwaltungsausgaben gehören auf den Prüfstand. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wäre es ein wichtiges Signal, wenn zuerst dort eingespart wird, bevor ältere Menschen erneut zur Kasse gebeten werden. Pensionistinnen und Pensionisten dürfen nicht zur dauerhaften Sparmaßnahme der Republik werden.
Norbert Halbeisen, Weiler