Leserbrief: Staufensee-Spülung

In den VN war vor Kurzem ein Bericht über die Staufenseespülung. Diese soll beim nächsten Hochwasser beginnen. Leider ist das bei der Bregenzer Ache nicht so. In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass die Ache oft aus einer braunen Brühe besteht. Deshalb habe ich mich bei der Landesregierung informiert, was da los ist. Von der Abteilung Wasserwirtschaft habe ich dann folgende Antwort bekommen: Die beobachtete Trübung steht nach laufenden, wasserrechtlich bewilligten Sedimententnahmen im Speicher Bolgenach in Zusammenhang. Dabei werden Sedimente mittels Schwimmbagger entfernt, wodurch es vorübergehend zu einer erhöhten Trübung des Wassers im Speicher kommt. Dieses wird dann in die Ache geleitet. Aufgrund der geringen Wasserführung fällt die Verdünnung geringer aus, wodurch die Trübung optisch stärker wahrnehmbar ist. Die Arbeiten sowie die dabei zulässigen Trübungswerte werden fachlich überwacht. Laut Rückmeldung werden die bewilligten Grenzwerte derzeit eingehalten. Ich weiß nicht, welche Grenzwerte hier gelten, kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Wasserqualität zum Baden geeignet ist. Ich möchte nicht wissen, was am Grund dieses Speichers alles vor sich hin fault. Vor allem tote Tiere finde ich nicht als unbedenklich. Warum kann man bei der Bregenzer Ache nicht auch warten, bis sie ausreichend Wasser führt?
Marika Maier, Buch