Leserbrief: “Familienpolitik in Vorarlberg”

Leserbriefe / 25.06.2026 • 15:40 Uhr
Leserbrief: "Familienpolitik in Vorarlberg"

Zum Leserbrief von Angela Schmid, VN vom 19. Juni 2026:

Der Leserbriefschreiberin ist in vielem zuzustimmen. Eine Familie, Kinder erfordern großen Einsatz. Jedes Kind ist unendlich wertvoll – und auch ein erheblicher Kostenfaktor. Statt jedoch der Geld- und Lohnentwertung (nebenbei: auch in Form der Preiserhöhung bei den ÖPNV-Tickets) z. B. durch Anhebung der Familienbeihilfe Rechnung zu tragen, haben die Verantwortlichen sogar vor, Familien noch Geld wegzunehmen. Zum Beispiel durch faktische Kürzung des Familienbonus – also eine höhere Besteuerung – der vielen, die Familie und Beruf anders vereinbaren, als viele Ideologen und Kapitalisten es gerne hätten, die nicht nach den Bedürfnissen der Kinder fragen. Noch mehr Steuergeld soll hingegen für noch mehr Subventionierung der Fremdbetreuung ausgegeben werden, die ja keine eigentliche familienpolitische Förderung, sondern wirtschaftspolitischer Natur ist. Würden diese und viele andere faktische Umverteilungen von unten nach oben eingestellt, wäre nicht nur ein Familienbonus ohne Bevormundung für alle möglich, sondern auch Geld vorhanden, damit Schulen wieder mehr Bildungsstätten sein können, statt zu Betreuungseinrichtungen herabgesetzt zu werden und damit hoffentlich die im Leserbrief bemängelte Abhängigkeit des Schulerfolgs von Elternunterstützung gemildert.

Markus Hofmann, Dornbirn