Leserbrief: Lustenau fordert Verkehrsgipfel

Leserbriefe / 28.06.2026 • 15:30 Uhr
Leserbrief: Lustenau fordert Verkehrsgipfel

Im März 2023! Setzte der damalige Verkehrslandesrat Tittler eine Arbeitsgruppe ein “unter Einbeziehung der Marktgemeinde Lustenau und der BH Dornbirn, um mögliche weitere Maßnahmen zur Reduktion der Verkehrsbelastung sowie der verkehrsbedingten Auswirkungen zu erarbeiten”. Bisheriges Ergebnis: eine Schallschutzwand bei einer Anrainerin, einzelne Gespräche, aber keine sichtbaren, konkreten Umsetzungen zum Schutz der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und Anrainerinnen und Anrainer. Die “Sofortmaßnahmen”, auch als gefordertes Paket im Evaluierungsbericht zur S18CP formuliert, wie Temporeduktion, sichere Querungen, Radarkontrollen, Nachtfahrverbote für LKW usw., werden trotz klarer Zuständigkeiten und vorhandener Möglichkeiten zur Umsetzung von der bestehenden Arbeitsgruppe verhindert. (Stationäre Radarkontrollen umsetzbar von der Gemeinde – Temporeduktion durch die BH entsprechend der novellierten StVO usw.). Überraschenderweise fordert jetzt Lustenau als Mitglied der bestehenden Arbeitsgruppe einen Verkehrssicherheitsgipfel, “um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Rheinstraße zu erarbeiten”. Es wäre interessant, die bisherigen Arbeitsprotokolle zu lesen. Nach drei Jahren Mitarbeit in der tätigen Arbeitsgruppe fordert Lustenau einen Verkehrssicherheitsgipfel, der die eh schon bestehenden Inhalte des Gremiums weiterentwickeln soll. Neu ergänzt durch die Teilnahme von Polizei und unabhängigen Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplanern. Es sind erstaunliche Einblicke in die schlafwandlerische Arbeitsweise und Wirkungslosigkeit einer politischen Arbeitsgruppe, die das Vertrauen der Lustenauer Bevölkerung schon längst verloren hat.

Eugen Schneider, Lustenau