Leserbrief: Kinderprogramm mit Dragqueens – warum?

Bei der Veranstaltung “Sommer im Park” in Dornbirn sollen zwei Dragqueens am 8. August das Kinderprogramm gestalten. Laut Ankündigung sollen die Kinder dabei spielerisch an “Vielfalt” herangeführt werden. Ich frage mich, warum immer häufiger Kinder Zielgruppe solcher Botschaften werden. Kinder sollen Kinder sein. Über Fragen der Werteerziehung sollten in erster Linie die Eltern entscheiden – nicht öffentliche Veranstaltungen. Ich sehe diese Veranstaltung nicht als Einzelfall, sondern als Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung. Unter Schlagworten wie “Liebe”, “Vielfalt” und “Toleranz” sollen gesellschaftliche Veränderungen vorangetrieben werden. Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Forderungen des Vereins GoWest, dem Kooperationspartner dieser Veranstaltung. In seinem Forderungskatalog fordert der Verein eine umfassende gesellschaftliche Verankerung queerer Themen in Bildung, Politik, Gesundheitswesen und öffentlichen Kampagnen. Meine Sorge ist, dass dadurch eine Gesellschaft entsteht, in der individuelle Selbstverwirklichung immer stärker zum höchsten Wert wird, während tragende und bewährte Werte wie Familie, Treue, Verantwortung und gelebte Nächstenliebe zunehmend an Bedeutung verlieren. Ich wünsche mir für uns und die kommenden Generationen, dass nicht grenzenloser Individualismus, sondern die oben genannten Werte das Fundament unserer Gesellschaft bilden.
Michael Wohlgenannt, Dornbirn