S 18 Brücke statt Milliardenloch

Leserbriefe / 21.08.2026 • 12:30 Uhr
S 18 Brücke statt Milliardenloch

Zum Leserbrief “S 18 Stelzenbrücke 4,8 km von Dornbirn Süd bis S 13” von Norbert Amann, Frastanz:

Norbert Amann stellt als Experte eine klare Rechnung auf. Angesichts unseres enormen Staatsdefizits und einer der höchsten Steuerbelastungen in Europa ist es wohltuend, wenn jemand nicht nur kritisiert und fordert, sondern sich auch konstruktiv einbringt und rechnet. Die veranschlagten 2,1 Milliarden Euro werden wohl kaum das letzte Wort sein. Der Achraintunnel sollte uns eine Warnung sein. Die tatsächlichen Kosten lagen am Ende rund dreifach (!) über den ursprünglichen, von der Politik genannten Projektkosten. Von den Instandhaltungskosten dieses Tunnels ganz zu schweigen. Die schwierigen Bodenverhältnisse der CP-Variante lassen erhebliche Mehrkosten und ebenso hohe Folgekosten befürchten. Warum wird eine Brückenlösung, wie sie in vielen europäischen Ländern gerade bei schwierigen Bodenverhältnissen erfolgreich eingesetzt wird, praktisch vom Tisch gewischt? Wer entscheidet das? Und vor allem: mit welcher Begründung? Am Ende bezahlen wir alle! Nicht irgendein abstraktes Budget, sondernwir mit unseren jetzt schon extremen Steuern. Wollen wir uns und unseren Kindern diese Schulden weiterhin aufbürden? Es geht nicht darum, wer das größte oder ingenieurmäßig spektakulärste Bauwerk plant. Es geht um die einfachste Frage überhaupt: Warum Milliarden Euro mehr ausgeben, wenn eine Brücke die vernünftigere und langfristig günstigere Lösung für den gleichen Zweck ist?

Robert J. Bösch, Lustenau