Leserbrief: Auf die Stimme der Schöpfung hören

Leserbriefe / 15.09.2026 • 14:45 Uhr
Leserbrief: Auf die Stimme der Schöpfung hören

Papst Franziskus schrieb im Jahr 2022: „Unsere Schwester Mutter Erde schreit. Unseren Konsumexzessen ausgeliefert, stöhnt sie und fleht uns an, unseren Missbrauch und ihre Zerstörung zu beenden.“ „Die Armen, die der Klimakrise ausgesetzt sind, leiden am stärksten unter den Auswirkungen von Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Hitzewellen, die immer intensiver und häufiger werden.“ Franziskus schreibt aber auch vom süßen Gesang der Schöpfung, von der göttlichen Präsenz in der Natur. Und dass wir Menschen nicht von den anderen Geschöpfen getrennt sind, sondern mit den anderen Wesen des Universums „eine wertvolle allumfassende Gemeinschaft“ bilden. Mutter Erde ernährt uns, schenkt uns Luft zum Atmen. Die Erde ist unser aller Haus, in dem wir gemeinsam leben. Sie ist unser Lebensraum, wir haben keinen anderen. Wir sind gut beraten, auf die Stimme der Schöpfung zu hören, auch wenn es aktuell um das Vorhaben des Vorarlberger Landtags / der Vorarlberger Landesregierung geht, ein Naturschutz-Deregulierungsgesetz zu beschließen. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus will die Vorarlberger Landesregierung eine noch stärkere Zerstörung der Natur in Kauf nehmen. Das sollten wir nicht zulassen. Hören wir auf die Schreie der Schöpfung. Verbessern wir ihren Schutz! Mit dem Entwurf zum Naturschutz-Deregulierungsgesetz 2026 bitte zurück an den Start!

Hubert Feurstein, Zwischenwasser