Leserbrief: AfD stellt erstmals Landtagspräsidenten

Leserbriefe / 08.10.2026 • 12:45 Uhr
Leserbrief: AfD stellt erstmals Landtagspräsidenten

Zum VN-Bericht vom 2.10.2026:

Dass es 36 Jahre nach der Wiedervereinigung noch russlandaffine Ex-DDR-Bürger, die unter russischen und eigenstaatlichen Schikanen ohne Meinungs- und Reisefreiheit in desolaten Zuständen im Unrechtsstaat “DDR” leben mussten, gibt, ist bereits ein Novum. Dass die AfD wählende Nachfolgegeneration auch nicht registriert, dass die Wiedervereinigung der BRD laut Wikipedia bis 2014 rund 1,5 Billionen EURO gekostet hat und ihnen ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung brachte, und auch die AfD, die einen deutschen Nationalstaat gründen will, wählt, ist noch unverständlicher. Man sollte die in Westdeutschland gegründete AfD, die sich in den neuen Bundesländern radikalisierte, bevor sie absolute Mehrheiten erreicht, in Regierungen aufnehmen, damit man bei Auffälligkeiten (wie einst bei der FPÖ) die Regierungen noch auflösen kann. Die Brandmauerpolitik des unbeliebten Bundeskanzlers Friedrich Merz mit seinem realitätsfremden SPD-Regierungspartner (laut Bundesministerin für Soziales und Arbeit “Bärbel Bas” wandert niemand in das Sozialsystem ein) ist gescheitert. Den etablierten Parteien ist generell das Verständnis für die einfachen Menschen, die sich eigentlich nur ein bezahlbares Leben, soziale Gerechtigkeit und Sicherheit wünschen, abhandengekommen. Dass es 36 Jahre nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern noch niedrigere Löhne und Renten gibt, es an Privatvermögen fehlt, die Ostdeutschen abwertend als “Jammer-Ossi” bezeichnet werden, wurde zum Nährboden der AfD.

Alfred Fuchs, Dornbirn