Leserbrief: Extremisten als Brandstifter bei Juden und Arabern

Wenn Herr Hämmerle in der VN vom 8.10. das “Recht auf Selbstverteidigung Israels” anspricht, das ich nicht bestreite, gehört der Blick auf die gesamte historische Wahrheit geweitet: Palästina gehörte zum Osmanischen Reich, war arabisch besiedelt (christliche und jüdische Minderheiten) und fiel 1920 infolge des 1. Weltkriegs unter britische Verwaltung. Verfolgte Juden aus verschiedenen Regionen der Welt emigrierten in großer Zahl nach Palästina. Infolge des 2. Weltkriegs wurde am 29.11.1947 von der UNO-Generalversammlung in der Resolution 181 der “Teilungsplan” beschlossen: die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Am 14. Mai 1948 zogen sich die letzten britischen Soldaten aus Palästina zurück, und David Ben-Gurion verlas die israelische Unabhängigkeitserklärung. Die UN-Resolution wurde nie umgesetzt, extreme Nationalisten auf israelischer und auf arabischer Seite bestimmten das Geschehen. Die zahlreichen Initiativen und erfolgreichen Beispiele eines friedlichen Zusammenlebens von Arabern und Juden waren den militanten Nationalisten ein Dorn im Auge. Krieg, Vertreibung, Flucht, Terror, Besetzung und Unterdrückung der Palästinenser, Elend, Hunger, Tote … waren die Folge, bis zum heutigen Tag. Siehe Gerhard Pulfer, “Pulverfass Nahost: die Hintergründe des Krieges abseits der Schlagzeilen”, Edition Platin, 2025.
Mag. Christoph Wychera, Hard