Leserbrief: Fragwürdige Hörbranzer Gemeindestrategie

Kommt doch ein neues, riesiges Abfallsammelzentrum für alle fünf Leiblachtalgemeinden auf dem Gemeindegebiet von Hörbranz – und zwar ausgerechnet am verkehrstechnisch unzumutbar überlasteten Verkehrszirkel an dessen Ortseingang? Und das, obwohl die Hörbranzer Vorgängergemeindeführungen als einzige im Leiblachtal ihre Aufgaben gemacht haben, indem ein Gemeindeabfallsammelzentrum – entsprechend den Landesauflagen – errichtet und finanziert wurde, sodass die Gemeinde selbst gar keinen Bedarf für ein weiteres Abfallsammelzentrum mehr hat. Nun sollen die Hörbranzer neuerlich zur Kasse gebeten werden und auch noch die dafür projektierten Grundflächen zur Verfügung stellen – und, man glaubt es kaum, an der verkehrsstrategisch umstrittensten Örtlichkeit. Darf man sich fragen, warum es die aktuelle Hörbranzer Gemeindeführung ist, die sich für dieses Großprojekt gar so starkmacht? Läge es nicht vielmehr in ihrer Verantwortung, primär die Interessen der hiesigen Bürger zu vertreten, die ihr das – inzwischen absolute – Mandat erteilt haben? Gerade am Vizebürgermeister läge es, sich angesichts seiner diversen Funktionen und der daraus sich ergebenden landesweiten Kontaktmöglichkeiten für seine Wähler einzusetzen. Stattdessen erklärte er in der letzten öffentlichen Gemeindevertretungssitzung, dass geplant sei, dieses Projekt durchzuziehen, egal, wie viele VN-Leserbriefe dagegen erschienen.
Dr. Walter Loacker, Hörbranz