Leserbrief: Streit um die HSUFAB-Geschäftsführung

Die Debatte über die Geschäftsführung der HSUFAB bei der außerordentlichen Harder Gemeindevertretungssitzung am 12. Oktober habe ich als unnötig emotional empfunden. Aus meiner Sicht hätten die unterschiedlichen Auffassungen sachlicher diskutiert werden können. Ausgangspunkt war, dass Bürgermeister Martin Staudinger einen zuvor gefassten Beschluss zur Geschäftsführung rechtlich überprüfen ließ und eine Anpassung für notwendig hielt. Während Kritiker ihm vorwarfen, eine bereits gefundene Lösung zu blockieren, verwies er auf rechtliche Bedenken, die aus seiner Sicht geklärt werden mussten. Ich halte es grundsätzlich für richtig, solche Fragen vor der Umsetzung eines Beschlusses zu prüfen. Am Ende wurde einstimmig beschlossen, die Geschäftsführungsposition auszuschreiben und die Funktion bis zur Neubesetzung interimistisch weiterzuführen. Damit wurde eine gemeinsame Lösung gefunden. Aus meiner Sicht hätte diese Lösung auch ohne persönliche Angriffe gefunden werden können. Auf eine externe Begleitung soll aus Kostengründen verzichtet werden. Das halte ich gerade nach dieser kontroversen Debatte für Sparen am falschen Platz. Eine unabhängige fachliche Begleitung würde ein rechtssicheres, transparentes und ergebnisoffenes Auswahlverfahren unterstützen und das Vertrauen aller Beteiligten sowie der Bevölkerung stärken. Gerade angesichts des umfangreichen Aufgabengebiets der HSUFAB-Geschäftsführung halte ich eine solche Unterstützung für sinnvoll. Für die weitere Vorgehensweise wünsche ich mir eine sachliche Diskussion, klare Auswahlkriterien und eine nachvollziehbare Entscheidung.
Karl Heinz Tschofen, Hard