Leserbrief: Universitäten und Budget

5,3 Milliarden pro Jahr beträgt das Budget ab 2027 für unsere Universitäten. Aktuell sind ca. 400.000 Studenten eingeschrieben (Winter 25/26), davon mind. 30 Prozent ausländische Studierende (Kunstuniversitäten 50 Prozent). Sofern diese Studenten(inn)en aus dem EU-Raum kommen ist das Studium inkl. zwei Reservesemestern gratis. Dafür darf man auch in der EU studieren. Also „Lernurlaub“ auf Staatskosten. Nicht-EU-Studenten zahlen pro Semester 762 Euro. Wie sollen bitte 762 Euro kostendeckend sein? Warum wird das nicht erhöht? (Vergleich: Die Abendmatura kostet in Vorarlberg knapp 4000 Euro). Warum zahlen deutsche Studierende (ca. 33.000) keine Gebühren? Warum muss dafür der österreichische Steuerzahler aufkommen? Zudem fehlen den österreichischen Studierwilligen Plätze. Österreicher, die auf Steuerzahlerkosten studieren dürfen, sollten nach Studienabschluss mindestens drei bis fünf Jahre verpflichtend in Österreich arbeiten und so dem Staat etwas zurückgeben, um das System weiterhin zu finanzieren. Zudem würden nicht so viele fertige Ärzte ins Ausland abwandern, wo das Salär höher ist. Warum muss alles immer gratis sein oder auf Staatskosten? Ein guter Lehrkörper darf etwas kosten. Was nichts kostet, ist nichts wert! So ist es in der Privatwirtschaft und so sollte es auch hier sein. Der Steuerzahler wird nicht gefragt – er wird nur immer kräftiger zur Kasse gebeten. Das System gehört grundsätzlich hinterfragt.
Christian Urban, Klaus