Leserbrief: Geld für Menschenleben

Ich beziehe mich auf einen Bericht in den VN vom 24./25.10. mit der Überschrift “Wir zahlen mit Menschenleben” – so der ukrainische Botschafter Wassyl Chymynez am Ende seiner Botschaftstätigkeit in Österreich in einem Interview. Ich bin zwar der Wehrpflicht schon längst entwachsen und rufe meinen Fahneneid im Jahre 1959 in Erinnerung und frage mich nun: Verteidigen die ukrainischen Soldaten/innen die Grenzen ihres Vaterlandes oder sind sie dazu berufen, auch uns vor dem gemeinsamen Feind zu schützen? Wenn dem so ist, dann vertrete ich als Laie die Meinung, dass die bisher geleistete finanzielle Unterstützung nicht ausreicht, um diesen Krieg zu beenden. Sind viereinhalb Jahre Krieg nicht genug, um dies in Europa zu erkennen? Geld für Menschenleben, um uns im Westen den gemeinsamen Feind von unseren Grenzen fernzuhalten, pfui! Glaubt jemand wirklich ernsthaft daran, dass die ukrainischen Verteidiger/innen diesen russischen Angriffskrieg gewinnen können? Was dann, wenn sie diesen verlieren? Packen wir im Westen erst dann so richtig zu?
Karlheinz Grießinger, Götzis