Vorarlberger verlieren Glauben an Aufschwung

Markt / 17.04.2014 • 22:13 Uhr

48 Prozent der Vorarlberger fürchten, dass es mit der Wirtschaft abwärts geht. 

Schwarzach, Linz. Das Linzer ­Meinungsforschungsinstitut Spectra ermittelt vierteljährlich im Auftrag der ­Bundesländer-Tageszeitungen die aktuelle Stimmungslage der Bevölkerung in Sachen Wirtschaft. Im Wirtschaftsbarometer wird die Befindlichkeit der Österreicher dargestellt und die ist derzeit nicht gerade durch Sonnenschein gekennzeichnet.
Auf die Eingangsfrage „Wie würden Sie im Sinne eines Wetterberichts Ihre derzeitige Stimmungslage bezeichnen?“ sehen nur zehn Prozent unserer Landsleute einen „strahlend blauen Himmel“, 43 Prozent nehmen die derzeitige Situation als „sonnig“ wahr, 45 Prozent bemerken eine „leichte Bewölkung“. Während also die „Großwetterlage“ im Ländle noch gut ist, sind die Aussichten auf die Zukunft trüb.

Pessimismus im Ländle

48 Prozent der befragten Vorarlberger sind der Meinung, dass es mit der Wirtschaft „eher abwärts“ geht, gerade sieben Prozent glauben an den Aufschwung, 29 Prozent meinen, dass die Wirtschaftslage gleich bleibt. In persönlichen Fragen sind die Menschen optimistischer: 38 Prozent sehen die nächsten Monate zuversichtlich, 19 Prozent machen sich aber Sorgen. Dennoch: Die Vorarlberger haben im Bundesländervergleich am wenigsten Zuversicht. Am meisten haben die Salzburger. Dort sehen 66 Prozent die nächsten zwölf Monate positiv.

Die Vorarlberger sehen – eben weil sie nicht an den Aufschwung glauben wollen – auch am Arbeitsmarkt dunkle Wolken aufziehen. Während im österreichischen Schnitt „nur“ 51 Prozent der Meinung sind, dass die Arbeitslosigkeit zunimmt, sind es in Vorarlberg satte 67 Prozent. Das ist der höchste Wert im Bundesländervergleich. Nicht wirklich eindeutig ist der Wunsch der Vorarlberger zum Staatshaushalt: 46 Prozent sind der Meinung, dass der Staat sparen  und gleichzeitig Investitionen tätigen und Geld für Arbeitsplätze ausgeben soll.

Spectra fragte übrigens auch wieder das Vertrauen der Vorarlberger zu Unternehmern ab. Und auch diesmal wird wieder dem Wolfurter Seilbahnbauer Michael Doppelmayr das höchste Vertrauen entgegengebracht.