47 Millionen Euro für gute Skisaison 2014/15

Markt / 12.11.2014 • 22:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Letzte Arbeiten in den Skigebieten werden derzeit abgeschlossen, die Saison kann beginnen. Foto: Berchtold
Letzte Arbeiten in den Skigebieten werden derzeit abgeschlossen, die Saison kann beginnen. Foto: Berchtold

Mit einem Suchspiel und dem Generalthema „Mitarbeiter“ starten die Skigebiete in die neue Saison.

Rankweil. (VN-sca) Wenn künftig ein Skifahrer in Brand über die aktuellen Veranstaltungen im Ort Bescheid wissen will, kann er sich ruhig an einen Mitarbeiter der Skilifte wenden. Der weiß Bescheid. Wenn er im Angebot am Berg die richtige Piste sucht, hilft dem Sportler ebenfalls der Skiliftmitarbeiter weiter. Wenn eine Familie an der Seilbahnkabine mit den Skiern kämpft, hilft ein Skiliftmitarbeiter beim Einladen. Umgekehrt schaut die Liftgesellschaft aber auch verstärkt darauf, dass es den Mitarbeitern am Arbeitsplatz gut geht. „Da geht es oft um kleine Dinge, wie den richtigen Stuhl im Lifthäuschen“, schildert Markus Comploj, Geschäftsführer der Bergbahnen Brandnertal, die Bemühungen um Qualitätsverbesserungen bei den „Softskills“.

Mitarbeiter im Mittelpunkt

Das Thema Mitarbeiter stand gestern bei der 46. Vorarlberger Seilbahntagung in Rankweil im Mittelpunkt. Tourismusspartengeschäftsführer Harald Furtner und Personalcoach Beat Krippendorf referierten zu diesem Thema. Tourismussprecher Hans-Peter Metzler sprach über die Rolle der Seilbahnen im Tourismuskonzept 2020. „Neben Brand sind auch andere Vorarlberger Skigebiete in diese Richtung aktiv“, so Comploj, der zum Saisonauftakt die bislang eher technisch geschulten Mitarbeiter gleich zu „Wohlfühlmanagern“ macht. Technisch ist man in den Vorarlberger Skigebieten für die neue Saison ebenfalls gerüstet. „Um den hohen Anforderungen unserer Gäste weiterhin gerecht zu werden, investierten die Seilbahnen für die kommende Saison rund 47 Millionen Euro in neue Liftanlagen, Pistenoptimierungen und -sicherheit, Umwelt und Energieeffizienz, Beschneiung, in den Ausbau der Gastronomie und die Weiterbildung“, erklärte Wolfgang Beck, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen. 1,5 Mill. Euro flossen übrigens in Maßnahmen zur Energieeffizienz.

5,5 Millionen Personen haben im vergangenen Winter einen Skitag in Vorarlberg verbracht und sind dabei 58 Millionen Mal mit einem Lift den Berg hoch gefahren, „das ist, wie wenn alle Einwohner Finnlands einen Skitag machen“, so FG-Obmann Beck. Nach einem leichten Rückgang der ausländischen Tagesgäste (2,6 Prozent) im Vorjahr hoffe man heuer aufgrund der Investitionen und mit mehr Wetterglück als zuletzt auf ein Plus beziehungsweise eine Stabilisierung des Umsatzes, der im vergangenen Winter bei knapp 120 Millionen Euro lag.

Mit bewährten und neuen Aktionen will man dieses Plus erreichen. Ab sofort läuft die erste Ski(s)passjagd in Vorarlberg, bei der die Seilbahnen 250 Skipässe verstecken und diese dann in Gutscheine für Skikarten, Leihski und Kässpätzlepartien umtauschen. Daneben werden die Schüleraktionen, bei denen 5000 Kindern und Jugendlichen das Skifahren schmackhaft gemacht wird, fortgeführt. Und die Ländle-Card? „Überraschend gut angelaufen“, freut sich Comploj und verspricht, dass sie in Zukunft weiter optimiert wird.

Skiland Vorarlberg

» Mitglieder: 71 Mitglieder, 45 Skigebiete

» Liftanzahl: 144 Seil-, Sesselbahnen und -lifte, 175 Schlepplifte

» Nettoumsatz Winter 2013/14: 130 Millionen Euro, 35 Prozent davon wurden sofort reinvestiert

» Investitionen für 2014/15:
46,8 Millionen Euro

» Förderleistung: 389.967 Personen/Stunde

» Beförderungen 2013/14:
58 Millionen Personen

» Skitage 2013/14: 5,5 Millionen

» Mitarbeiter/innen: rund 1000 Mitarbeiter und 15 Lehrlinge

» Wertschöpfungsmultiplikator für die Region: 6,6